
Hochmoselbrücke
Der neue Hochmoselübergang überführt auf einer Länge von 1.700 Metern die vierstreifige B 50 über das tief eingeschnittene Moseltal. Mit einer Höhe von 160 Metern über Grund und Einzelstützweiten bis 209,5 Metern befindet sich die Hochmoselbrücke im Grenzbereich der Brückenbaunormen. Geologisch anspruchsvoll ist die Brücke am Westufer der Mosel in einem rutschgefährdeten Steilhang tief gegründet.
Die schlanken Pfeiler erfahren neben hohen Windbeanspruchungen auch eine Anregung durch wirbelerregte Querschwingungen, die in der Bauphase maßgebend wurden und über in Windkanalversuchen optimierte Spoiler in Form von Gerüstkuben vermieden werden konnten. Die Planung der hohen Pfeiler erfolgte an einem mit dem Planungsbüro des Überbaus zusammen entwickelten Gesamtmodell, in dem mit nichtlinearen Methoden die Steifigkeiten und die Verteilung der Horizontalkräfte sowie die Effekte aus Theorie II. Ordnung für die Einzelbemessung der Pfeiler ermittelt wurden.
Im Steilhang waren umfangreiche Baugrubensicherungen zur Stabilisierung zu planen, in denen die Pfeiler mit Pfahllängen von bis zu 50 Metern Länge gegründet wurden.
Bauherr
Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
Planung im Auftrag der Porr GmbH & Co. KGaA Ingenieurbau ZNL Berlin


