
Umbau eines Stahlwerks im Zuge des SALCOS® -Programms
Objekt- und Tragwerksplanung in allen Leistungsphasen
Im Zuge des SALCOS-Programms (SALCOS® – Salzgitter Low CO2 Steelmaking) vollzieht die Salzgitter AG den Umbau des Stahlwerks der Salzgitter Flachstahl GmbH auf eine CO2-arme und klimafreundliche Stahlproduktion. Hierzu wird bis 2033 ein Investitionsvolumen von mehr als 2,0 Milliarden Euro umgesetzt.
EHS ist mit der Objekt- und Tragwerksplanung verschiedener wichtiger Bauteile der zukünftigen Anlagen beauftragt. Die Bauteile verteilen sich auf verschiedene Baufelder und umfassen u. a. die Eisenerzanlieferung über eine Eisenbahnbrücke in Stahlbauweise mit integrierten Erzbunkern, das Materialhandling zum Transport und zur Aufbereitung von Rohstoff und Eisenpellets, die DRP-Anlage zur Umwandlung von Eisenerz in direktreduzierte Eisenpellets und die Elektrolyseanlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Die Bauteile werden von EHS zudem in der Bauüberwachung begleitet.
Die DRP-Anlage ist ein wichtiger Teil des gesamten Umbaus und beinhaltet die Anlagen zur Umsetzung des sogenannten Direktreduktionsprozesses zur Aufbereitung von Eisenerz, bei dem Eisenerz durch Wasserstoff direkt im festen Zustand zu Eisen reduziert wird.
Im Juli 2024 wurde mit der 30 Stunden dauernden Betonage der Fundamentplatte des ungefähr 140 m hohen Reaktorturms, dem Herzstück der DRP-Anlage, ein wichtiger Schritt zur Übergabe der Fundamentierung an den Anlagenbau vollzogen. Das ca. 1.600 m² große und bis zu 2 m starke Fundament wurde in einem Zuge betoniert. Die Fundamentplatte lagert auf ca. 150 Großbohrpfählen mit bis zu 35 m Länge und Durchmessern zwischen 1,0 und 1,2 m und beinhaltet neben 3.200 m³ Beton auch 1.300 t Bewehrungsstahl. Mit diesen Dimensionen werden nach Fertigstellung der Anlage insgesamt Lasten von 32.000 t allein aus dem Reaktorturm und somit bis zu 8.000 t pro Fußpunkt aufgenommen.
Bauherr
Salzgitter Flachstahl GmbH


